Hegering Bünde

Der Hegering Bünde ist die Vereinigung der örtlichen Jägerschaft mit derzeit 129 Mitgliedern und gehört der Kreisgruppe Herford des LJV – NRW an.

Zum Hegering Bünde zählen 9 gemeinschaftliche Jagdreviere :
Ahle, Dünne, Ennigloh, Holsen; Hüffen-Bustedt-Südlengern, Hunnebrock; Muckum, Spradow und Werfen.
Bünde liegt in der Ravensberger Mulde zwischen Teutoburger Wald und Wiehengebirge, großenteils in den Flussniederungen der Else.
Es hat seinen tiefsten Punkt bei 59 m ü. NN im Osten, wo die Else das Stadtgebiet verlässt, seinen höchsten bei 175 m ü. NN im Norden, wo das Gebiet langsam zum Wiehengebirge hin ansteigt
Das Landschaftsbild ist überwiegend geprägt durch Ackerbau mit Wiesen, eingestreuten Feldgehölzen und kleineren Waldflächen.

Neben den üblichen Aufgaben, die dazu beitragen einen guten und gesunden Wildbe-stand in den Revieren im Bünder Raum zu gewährleisten, legen wir besonderen Wert auf eine gute Zusammenarbeit mit Nicht-Jägern. Dafür sind wir mit unserer „Rollenden Waldschule“ unterwegs, unterstützen die Landwirte und beraten bei ungewollten tieri-schen Mitbewohnern.


So schützen Sie Ihr Haus gegen Marder und Waschbären

  • Fassadenbegrünungen zurückschneiden bzw. Rankgitter so montieren, dass der Marder / Waschbär darüber nicht an die Dachfläche gelangen kann.
  • Äste nicht dichter als 2 Meter an die Dachfläche wachsen lassen. Bei Bäumen, die nah am Haus stehen, kann man Marder / Waschbären mit Stamm-Manschetten aus Metall oder Plastik (ca. 1 m hoch) oder mit Elektro-Weidezaungeräten am Heraufklettern hindern.
  • Fallrohre von Regenrinnen kann man ebenfalls mit glatten Blechmanschetten sichern.
  • Heraufgebogene Abschlussbleche der Dachfläche sind für pelzige Mitbewohner gerne genommene „Türen“; das gleiche gilt für lose Dachziegel und verrottete Bretterverkleidung. Bitte aus Sicherheitsgründen nicht selber werkeln: Das ist eine Aufgabe für den Dachdecker!
  • Weitere Zugangswege sind alle Öffnungen ab einem Durchmesser von 5 cm (z.B. zwischen Dachrinne und Dachpfannen). Abdichtungen sind hier z.B. mit Lochblech möglich. Unbedingt vorher sicherstellen, dass der Marder / Waschbär nicht im Haus ist!
  • Metallgitter auf dem Schornstein anbringen lassen (verhindert auch, dass Krähen oder Dohlen im Schornstein ihre Nester bauen).
  • Katzenklappen nachts schliessen.
  • Auch Kaminholzstapel können perfekte Marderverstecke sein. Eine Lagerung direkt am Haus ist daher nicht zu empfehlen.
  • Komposthaufen, besonders wenn sie Küchenabfälle enthalten, sind eine attraktive Nahrungsquelle für Waschbären. Deshalb solche Komposthaufen immer abdecken bzw. sichern. Alternative: Schnellkomposter mit Deckel verwenden.
  • Waschbären sind im Übrigen sehr geschickt und bedienen sich manchmal auch an Mülltonnen: Steine auf dem Deckel räumen sie beiseite; hier hilf meist ein Riegel, starke Spanngummis oder ein einfaches Vorhängeschloss. Eine weitere gute Alternative sind Mülltonnenboxen.
  • Auch Futterreste von Haustieren sind eine willkommene Futterquelle; deshalb Näpfe nach der Aussenfütterung wieder entfernen. 
  • Waschbären lieben Obst! Zur Erntezeit ist es sinnvoll, Fallobst nicht liegen zu lassen, sondern regelmäßig aufzusammeln.
  • Wildvögel können Sie weiter unbesorgt füttern, wenn Sie die Portionen so bemessen, dass über Nacht keine Reste liegen bleiben.
  • Für die Igelfütterung empfehlen wir spezielle Igelfutterhäuser, die den Zugriff von Marder, Waschbär, Ratten und Nachbars Katze verhindern.
  • Gelbe Säcke erst am Tag der Abholung morgens vor die Tür stellen. Nebenbei rettet das Igeln auf Futtersuche das Leben und verhindert, dass Krähen und Dohlen Ihre Abfälle auf der ganzen Straße verteilen. Noch besser: Die meisten Städte und Gemeinden bieten inzwischen auf Wunsch eine gelbe Tonne an.

Und sollte sich doch einmal ein Marder oder ein Waschbär auf Ihren Dachboden verirrt haben: Bitte keine Selbstversuche! So niedlich die kleinen Racker auch aussehen, es handelt sich um Raubwild, also im Sinne des Wortes um wilde Raubtiere. Wenn sie sich bedroht fühlen, wehren sie sich – und so ein Biss tut verflixt weh!

Kontaktieren Sie uns: Wir beraten Sie, sehen uns die Situation vor Ort an und überlegen gemeinsam, wie Sie die ungewollten Mitbewohner wieder los werden.


So machen sie ihr Auto “mardersicher”

Der beste (und einzig absolut sichere) Schutz vor Kabel- und Dämmmattenverbiss ist die Unterbringung des Fahrzeugs in einer “mardersicheren” Garage.

Bei draußen abgestellten Fahrzeugen können Sie folgende Methoden versuchen:

  • welliger Maschendraht (“Kükendraht”), der zwischen die Vorderräder unter den Motor geschoben wird. 
  • Vergrämung durch Einsatz von Anti-Marderspray im Motorraum (gibt’s im Fachhandel oder in Baumärkten).
  • Einbau eines “Marder-Schutzsensors” im Motorraum (Vertreibung des Marders durch elektrische Impulse), Ultraschallgeräte (>100 dB Schalldruck, wechselnde Frequenzen) und / oder Überzugschläuche für die Kabel im Motorraum.
  • Regelmäßige Reinigung incl. Motorwäsche zur Beseitigung der Duftspuren von Artgenossen, vor allem, wenn das Fahrzeug nachts in fremden Marderrevieren geparkt wurde, z.B. nach Urlaubsreisen.

Hunde in Wald und Wiese

Was gibt es Schöneres, als bei gutem Wetter mit dem Hund durch Feld und Wald zu spazieren. Damit das für alle ein Vergnügen und für die dort lebenden Wildtiere eine möglichst geringe Belastung ist, haben wir die wichtigsten Hinweise für Sie zusammengestellt.

Immer wieder kommt z.B. die Frage, wo Hunde denn jetzt freilaufen dürfen und wo nicht. Für NRW gilt Folgendes:

Laut §2 (3) Landesforstgesetz müssen Hunde in Wäldern angeleint mitgeführt werden, wenn sie außerhalb der Wege unterwegs sind. Bei Wäldern, die als Naturschutzgebiet ausgewiesen sind, müssen Hunde auch auf den Wegen angeleint sein.

Wiesen sind i.d.R. Privatgrundstücke und Flächen, auf denen Landwirte Nahrungsmittel für Vieh (Heu, Silage usw.) anbauen. Hier sollte schon der gesunde Menschenverstand gebieten, dass diese Flächen weder betreten, noch als Spielwiese oder Hundetoilette genutzt werden.

Besonders am Herzen liegt uns die Brut- und Setzzeit. Das ist die Zeit von Anfang März bis Mitte Juli, in der Haarwild (z.B. Reh und Hase) Junge zur Welt bringen und Federwild (z.B. Ente und Fasane) ihre gelegten Eier ausbrüten. In dieser Zeit sind sie besonders für Störungen anfällig; jede Aufregung durch Menschen oder ihre tierischen Begleiter kann dazu führen, dass die Elterntiere die Flucht antreten und den Nachwuchs aufgeben. Dafür reicht es schon, dass ein Hund z.B. das Gelege aufstöbert. Hat er das Rehkitz erst einmal angestupst oder den Junghasen schon im Maul, ist meist nichts mehr zu retten.

Daher bitten wir Sie sehr herzlich, Hunde insbesondere in dieser Zeit nicht in Wiesen, Wald und Gebüsch stöbern zu lassen. Ist das Unglück trotzdem passiert, handeln Sie bitte nicht selbständig, sondern kontaktieren Sie uns! Wir verfügen über ein entsprechendes Netzwerk und können möglicherweise noch junges Leben retten.


Und was ist mit Bambi?

Rehkitze kommen meist im Mai oder Juni zur Welt und folgen erst ab der vierten Lebenswoche ihrer Mutter. Vorher liegen die Kleinen scheinbar verlassen in Wiesen oder Feldern im hohen Gras. Sie werden zu ihrem eigenen Schutz von ihren Müttern vorübergehend alleine gelassen. Was komisch klingt, hat durchaus Sinn: Ricken kommen mehrfach täglich, aber jeweils nur für einige Minuten zu ihrem Nachwuchs, um diesen zu säugen. So verhindern sie, dass mögliche Feinde auf das Jungtier aufmerksam werden.

Wenn Sie ein Kitz entdecken, ist es also sehr wahrscheinlich, dass die Mutter in der Nähe ist und bald wieder zum Säugen vorbeischaut. Bitte nicht hingehen und vor allem nicht anfassen! Auch nicht kurz, auch nicht „nur einmal streicheln“ oder für ein Foto: Haben die Kitze menschlichen Geruch an sich, werden sie von der Mutter nicht mehr angenommen, nicht mehr gesäugt und verhungern. Wenn Sie vermuten, dass das Kitz verwaist ist, kontaktieren Sie uns bitte, wir kümmern uns darum!

Kitzrettung mit der Drohne

Eine weitere Gefahr für die Rehkitze ist inzwischen die maschinelle Bewirtschaftung der Wiesen: Mitten in die geburtenstarke Zeit fällt der erste Schnitt für die Heuproduktion. Ein Rehkitz ist mit seinem gefleckten Fell von Natur aus perfekt getarnt und hat keinen Eigengeruch, deswegen läuft es bei drohender Gefahr auch nicht weg, sondern duckt sich zu Boden. Eine Strategie, die bei einem Mähdrescher nicht funktioniert …

Seit einigen Jahren unterstützen wir unsere Landwirte, indem wir kurz vor Mahd die Flächen mit Drohnen absuchen und noch nicht flüchtige Kitze vorübergehend sichern. Dafür sind in den Sommermonaten mehrere ehrenamtliche Kitzrettungs-Teams frühmorgens (meist vor der Arbeit und oft mehrere Stunden) im ganzen Bünder Raum unterwegs. Für unsere Landwirte ist dieser Einsatz kostenlos. Zur Finanzierung der Drohne freuen wir uns über Spenden.

Wir unterstützen Sie gerne – bei Interesse kontaktieren Sie bitte Tobias Meyer.

Nachtrag für „Schlaumeier“

Und wer es ganz genau wissen möchte – Walt Disneys „Bambi“ ist gar kein Rehkitz, sondern ein junger Weißwedelhirsch. 😉


Vorstand des Hegering Bünde

1. HR-LeiterTobias Meyer Handy: 0179/ 258 699 4Mail: hegering-buende@web.de
2. HR-LeiterDr. Dr. Thomas Siems
Schriftführerin Gudrun Krieger
Kassenwartin Nadine Siems

Termine 2026